Steckbrief

Andreas Egger, Pflegefachmann, Erwachsenenbildner, Coach in Ausbildung und Familyman. Langjährige Lehr- und Führungserfahrung im Beruf und im freikirchlichen Umfeld. Unsere erwachsenen Töchter sind ausgeflogen, meine Frau Barbara und ich leben in Niederwil AG. Es ist uns ein Anliegen unsere Lebens- und Glaubenserfahrungen unaufdringlich mit anderen zu teilen und das Leben im Bewusstsein für Gottes Liebe und Gegenwart zu fördern.

Als Coach in Ausbildung biete ich Begleitung bei persönlichen oder beruflichen Fragen an. Mehr unter:  https://www.coaching-unterwegs.ch

Blog

Interview: Meditation, Integrales Christsein

Contemplative prayer is gradually detaching us from the God we know to the God who actually is and whom we don't know. At a certain point in our spiritual development, we realize we have known Him only through our human limitations. The nature of our prayer reflects our idea of God, and that idea changes as our consciousness continues to evolve. A child becomes an adult who is capable of more intimate relationships, especially relationships of love. Every human being has the potential for a unique relationship with God, and God is totally committed to the transformation of each of us into Himself."
- Thomas Keating, From the Mind to the Heart

Kontemplatives Gebet löst uns schrittweise vom Gott, den wir kennen hin zum Gott, der tatsächlich ist, den wir nicht kennen. An einem Punkt in unserer spirituellen Entwicklung erkennen wir, dass wir ihn nur durch unsere menschlichen Begrenzungen hindurch erkennen. Die Art unseres Gebetes widerspiegelt unsere Vorstellung von Gott und diese Vorstellung ändert sich, wenn sich unser Bewusstsein weiter entwickelt. Wie ein Kind erwachsen wird und damit fähig zu intimeren Beziehungen, besonders Beziehungen der Liebe. Jeder Mensch hat das Potential zu einer einzigartigen Beziehung mit Gott und Gott ist mit völliger Hingabe entschlossen uns mit sich selbst eins zu machen (in sich zu transformieren). 

27.5.19

Diese Woche wurde ich von Sandra Hauser für ihren Blog "Integrales Christsein" interviewt:  https://integrales-christsein.blog/author/sandraulrike/

27.4.19

Vater unser der du bist ...

Am Ende des letzten Gottesdienstes reichten wir uns die Hände und beteten das Vater unser. Erst war mir das zuviel, dann hat es mich echt bewegt. Es war als würde ich das Gebet plötzlich von einer neuen Position aus beten: Gott ist unser Vater, sein Wille geschieht, er gibt uns das tägliche Brot, er führt uns nicht in Versuchung, er erlöst uns vom Bösen, ich bin eins mit ihm im Vergeben. Es war für ein Moment nicht mehr die kleine Position meiner kleinen Identität, sondern eine Identität in Gott und einem grossen Uns, das weit über unsere kleine Kirche hinaus geht.

Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: In Umkehr und Gelassenheit werdet ihr gerettet, in der Ruhe und im Vertrauen liegt eure Stärke. 
Jesaja 30,15

Beim letzten Austausch entstand die Diskussion, ob Meditation in der Bibel gelehrt wird. Eine Methode findet man sicher nicht. Das Zungenreden in der frühen Christenheit war meines Erachtens ein Vorläufer: Der Geist betet, aber der Verstand ist untätig - fruchtleer (1. Kor. 14,14).  Darüber hinaus stellt sich die Frage, was Jesus in der Wüste oder in den Nächten als er sich zum beten absonderte gemacht hat. Zweifellos gibt es viele Bibelstellen, die Ruhe, Stille, Gelassenheit als positive und wichtige Elemente der Beziehung zu Gott zeigen. In der Mediation kannst du sie einüben und erfahren.

31.1.2019

"Seid still und erkennt, dass ich Gott bin"

Meditation in der Bibel? Es gibt keine direkte Anleitung, aber Hinweise, dass Menschen nicht nur mit Nachdenken, Worten und Singen die Beziehung zu Gott gepflegt haben, sondern auch in der Stille. Ein schöner Hinweis darauf zum Beispiel in Psalm 46,11.

14.1.19

1.1.19

Ein tolles, gesegnetes 2019!

Ein sympathischer und gehaltsvoller Neujahrsgruss von "Theo-logisch, unterwegs in Natur und Spiritualität". Der Theo entspricht mir mit seinem Denken und seiner Haltung sehr.

https://www.youtube.com/watch?v=JkVBSt57fCg


Ein Text aus Richard Rohrs Daily Meditations:

Wir können uns Gott nicht verdienen. Wir können uns seiner nicht würdig machen. Gottes Gegenwart zu erkennen ist vielmehr eine Frage des Bewusstseins, im Erleben des Augenblicks, im tiefer werdenden Präsent-Sein. In den Augenblicken, in denen dies geschieht, macht das Leben Sinn. Wenn ich einmal dieses Geheimnis im hier und jetzt erkennen kann, ihm Vertrauen kann, gerade  im Stück Erde, das ich bin, dann kann ich es auch in dir sehen. Wir werden schliesslich das göttliche Bild in uns selbst erkennen, in einander und in allen Dingen. 

We cannot earn God. We cannot prove ourselves worthy of God. Knowing God's presence is simply a matter of awareness, of enjoying the now, of deepening one's own presence. There are moments when it happens. Then life makes sense. Once I can see the Mystery here, and trust the Mystery even in this piece of clay that I am, then I can also see it in you. We are eventually able to see the divine image within ourselves, in each other, and in all things. 

Richard Rohr, Daily meditations, 23.12.18

Aus Richard Rohrs daily meditations vom 20. November 18: zu Johannes 17, 20-24

We are all always connected to God and each other and every living being. Most of us just don't realize it. Jesus prays that we could see things in their unity and wholeness.

Either we learn how to live in communion with others, or, quite simply, we're not ready for heaven and are already in hell. We have been invited-even now, even today, even this moment-to live in the Communion of Saints, in the Presence, in the Body, in the Life of the eternal and eternally Risen Christ.

Wir sind alle immer mit Gott verbunden, miteinander und mit jedem lebenden Wesen. Die meisten von uns nehmen dies dies nur nicht wahr. Jesus bittet, dass wir die Dinge in ihrer Einheit und Ganzheit erkennen können. Entweder lernen wir in Verbindung mit anderen zu leben - oder wir sind schlicht nicht bereit für den Himmel und leben bereits in der Hölle. Wir sind eingeladen, gerade jetzt, heute, in diesem Moment in der Gemeinschaft der Heiligen zu leben, in der Gegenwart, im Leib, im Leben des für immer auferstandenen Christus.

Der kürzlich verstorbene Thomas Keating ist einer der Väter des "Centering Prayer". Ein spiritueller Lehrer unserer Zeit, der wesentlich beitrug, meditatives Gebet oder Kontemplation uns postmodernen Menschen ausserhalb religiöser Orden zugänglich zu machen. Sein Buch "Open Mind, open heart" ( dt. Gebet der Sammlung) ist für mich jedenfalls eine...