D wie Dankbarkeit

24.01.2021

Willst du deine Widerstandskraft stärken, Schlafstörungen vorbeugen, das Herz beruhigen, dich glücklicher fühlen, mit dem Leben mehr in Einklang sein?

Es gibt viele Studien, die belegen: Dankbarkeit stärkt unser Befinden und unsere Gesundheit. Ich durfte als junger Mann für ca. 18 Monate in Afrika einen Einsatz als Krankenpfleger machen. Ich habe dort viel Schönes und Wertvolles erlebt. Aber es gab auch widrige Umstände, wenn die Medikamente nicht reichten, Material gestohlen wurde, die Korruption Mittel versickern liess oder der Andrang kranker Menschen einfach zu gross wurde. Dr. Bill war ein über 70 Jahre alter, amerikanischer Tropenarzt, der die meiste Zeit seines Lebens in Ostafrika verbracht hatte. Häufig sagte er «there is always something to be thankful about». Es gibt immer etwas, um dankbar zu sein. Dieser Satz ist mir ein Leben lang geblieben und immer wieder in den Snn gekommen. Oft hat er mir geholfen meine Perspektive, meine Haltung und meine Gefühle zu ändern.

Ist es denn nicht geheuchelt, wenn ich angesichts eines sterbenden Kindes dafür danke, dass wir wenigstens das Leiden lindern konnten und die traunernde Mutter einen gewissen Trost bekommt? - Ich glaube nicht. Ein Perspektivenwechsel tut immer gut. Es gibt in jeder Situation Blickwinkel aus denen wir ehrlich danken können. - Wenn wir es wollen, uns dazu entscheiden.

Wenn wir uns dazu entscheiden, ändert dies unsere Haltung, unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle, unsere Bewertung der Situation. Auf die Dauer ändert sich dein ganzes Leben.

In den letzten Jahren wurde mir klarer bewusst, dass ich nicht nur eine Wahl habe, was ich denke, sondern auch wie ich mich fühle. Meditieren hilft mir, Gedanken und Gefühle bewusster wahrzunehmen - und zunehmend zu steuern.

Wir haben wohl alle schon Gebeten beigewohnt - zu Tisch, vor dem Einschlafen, in der Kirche - die uns herunter gespult vorkamen. Immerhin wurde der Versuch gemacht, sich einen Moment auszurichten und dankbar zu sein. Aber das Herz wurde nicht erreicht. Noch besser ist es, wenn ich mir einen Moment Zeit nehme und es zulassen kann, die Dankbarkeit, Freude oder Liebe wirklich zu spüren.

Solche positiven Gefühle im Herzraum gespürt, verbessern nachweislich die Herzratenvariabiliät und damit die Widerstandskraft in Herausforderungen. Die Menschheit hat das schon immer wahrgenommen. Schon in der Bibel gibt es jedenfalls jede Menge Aufforderungen Dankbarkeit und andere positive Emotionen bewusst wachzurufen. So zum Beispiel im Brief an die Philipper:

Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und seid dankbar! (Pilipper 4,6)

https://www.youtube.com/watch?v=SprfdQvuSVk&t=40s&ab_channel=HeartMathDeutschland


https://karrierebibel.de/dankbarkeit/#Warum-ist-Dankbarkeit-so-wichtig-7-Gruende