A  wie Abba, Papa

03.01.2021

«Abba, Papa», sagte Jesus, wenn er über und mit dem Ewigen sprach. Jawhe, dem Seienden, dem Herrn, dessen Name im Judentum nicht einmal ausgesprochen werden durfte - Jesus nannte ihn einfach «Papa». Dies zeigt, wie völlig anders sein Glaube und seine Beziehung zu Gott war. Völlig anders als die Religiosität der jüdischen Priester und Schriftgelehrten und völlig anders als die Beziehung zu Gott der meisten religiösen Menschen aller Zeiten.

Er fand seinen Papa nicht im Einhalten von Regeln oder im «Für-wahr-Halten» von Glaubenssätzen. Er lebte einfach aus der Identität als Sohn Gottes heraus.

Jesus nachfolgen heisst zuerst und vor allem, dieses Selbstverständnis anzunehmen. Auch wir sind Kinder - Töchter, Söhne Gottes. Wie kann diese Wahrheit unser Leben prägen?

Einmal in dem wir diese Beziehung gedanklich annehmen und beginnen im Dialog (Gebet) vertrauensvoll mit «Papa» Kontakt aufzunehmen.

Zweitens in dem wir unser Fühlen und unser Unbewusstes, von dieser Wahrheit durchdringen lassen. Meditatives Beten kann dabei eine grosse Hilfe sein. Wir können lernen jenseits unserer Gedanken im Präsent-Sein zu erleben, dass Gott immer auch schon wohlwollend präsent ist. Präsent sein in Gottes Präsenz.

Drittens in dem wir offen sind durch diese Beziehung unser Leben verändern zu lassen. Was nach und nach geschehen wird, nicht als krampfhaftes Tun, sondern geführt und beschenkt, Schritt für Schritt im Vertrauen wachsend.

https://www.bibelstudium.de/articles/451/abba-vater.html